GenieĂźer-Tips

» Trinktemperatur

» Lagerung

» Glaspflege

Trinktemperatur:

Allgemeines:
Die richtige Trinktemperatur ist für den optimalen Weingenuss von grundlegender Bedeutung. Zu warme Weißweine verlieren oft ihre typischen Fruchtnoten und lassen Frische vermissen. Zu kühler Rotwein hingegen ist verschlossen und wirkt bitter, seine typischen Geschmacksnoten verliert er durch einen übermäßigen Eindruck des Gerbstoffes.
Zu warmer Sekt / Secco ist zu aggressiv in der Kohlensäure.

WeiĂźwein:
generell: 8°C – 12°C
- leichte, junge Weißweine: 8°C – 10°C
- gehaltvolle, reife Weißweine: 10°C – 12°C

Rotling:
generell: 6°C – 8°C

Rotwein:
generell: 14°C – 18°C
- leichte, milde Rotweine: 14°C – 16°C
- gehaltvolle, reife Rotweine: 16°C – 18°C
- gerbstoffbetonte Rotweine: 16°C – 18°C

Sekt / Secco:
generell: 6°C – 8°C

Hinweise / Anmerkungen:
- beim Einschenken gekühlter Weine nimmt die Temperatur um 1°C – 2°C zu
- die allgemeine Angabe „Rotwein bei Zimmer-Temperatur“ ist kein Widerspruch, denn diese Empfehlung stammt noch aus einer Zeit, als die Verbreitung der Zentral-Heizungen noch nicht soweit fortgeschritten war und es in den Wohnräumen dann eben zwischen 16 und 18 Grad warm war.

Lagerung:

Allgemeines:
Die Lagerfähigkeit eines Weines ist sehr unterschiedlich. Im Wesentlichen ist sie abhängig von Faktoren wie:
- Rebsorte
- Jahrgang
- Anbaugebiet
- Qualitätsstufe
- Kellerbehandlung / Ausbau
- Alkohol- / Säure- / CO2- Gehalt
- Verschluss
- Lagerungsumgebung

Generell kann man sich an folgenden „Faustregeln“ orientieren:
Weißweine der Qualitätsstufen QbA und Kabinett sind eher weniger zur Lagerung geeignet und sollten innerhalb von 3 Jahren nach Fülldatum getrunken werden. Qualitätsstufen ab Spätlese können im Allgemeinen auch länger gelagert werden.
Erstklassige Rotweine und edelsĂĽĂźe Weine eignen sich mitunter zu einer langen Lagerung (10 Jahre und mehr).

Tips zur richtigen Lagerung von Flaschenweinen:
- am besten geeignet ist ein Raum ohne große Temperaturschwankungen, möglichst im Bereich zwischen 8°C – 12°C
- Luftfeuchtigkeit von ungefähr 70%
- ausreichende BelĂĽftung
- Vermeidung von Geruchsquellen in der Nähe (Zwiebeln, Farben/Lacke, Benzin/Öl etc.)
- Vermeidung permaneneter LichteinflĂĽsse
- Schutz vor ErschĂĽtterungen
- Lagerungsposition: am besten liegend.

Glaspflege:

Reinigung von Hand:
Die Gläser mit warmem Wasser und wenig Spülmittel spülen und anschließend mit klarem Wasser die Spülmittelreste sorgfältig entfernen. Wichtig ist, dass die Gläser völlig rückstandsfrei sind.

Tips fĂĽr die SpĂĽlmaschine:
• die Maschine (inkl. Siebeinsätzen, Düsen und Spülarmen) sauber halten.
• keine Speisereste in die Maschine.
• auf die für die jeweilige Wasserqualität empfohlene Enthärtung,Teil- oder Vollentsalzung achten.
• Nach dem Spülgang die Maschine sofort öffnen, damit der Dampf entweichen kann.
• Beim Entnehmen der Gläser darauf achten, dass keine Fingerabdrücke auf dem Glas zurückbleiben. Hierzu idealerweise am Stiel oder Bodenteller anfassen.
• Es sollte im Allgemeinen das schonendste Programm gewählt werden.

Nachtrocknen / Polieren:
• nur Geschirrtücher aus fusselfreiem Material verwenden, optimal ist reines Leinen.
• Das Poliertuch nicht zweckentfremden, um Geruchs- und Fettrückstände auszuschließen
• Geschirrtücher sollen generell ohne Zugabe von Stärke und Weichspüler gewaschen werden.
• Vor allem dünne und mundgeblasene Gläser sollen getrennt nach Glaskelch und Fuß poliert werden.
• Niemals das Glas am Bodenteller halten und den Kelch polieren. Der Druck kann zum Stielbruch führen
• Die Hände müssen absolut sauber sein.
• Gläser niemals mit Reinigungsmitteln besprühen oder anhauchen. Ggf. leicht mit Wasserdampf befeuchten.
• Zur Kontrolle der Polierergebnisse das Glas leicht gegen das Licht halten.