Die Anatomie des WeinglasesDer Kelch ist für den Wein da und dient nur ihm. Je edler der Wein, umso feiner soll auch die Qualität des Materials sein. Ein hauchdünnes Glas wirkt beim Trinken vornehm und edel, ein diÂckes fühlt sich grob und plump an. Das Glas muss klar, farblos und unverziert sein. Farbige und geschliffene Gläser stören oder zerstöÂren die Farbe und das Leuchten des Weins. Der Kelch eines Weinglases ist bauchig, damit sich der Wein gut in ihm entfalten kann. Aus diesem Grund schenkt man auch nur bis zur breitesten Stelle ein. Das entspricht in einem gut geformten Glas etwa einem Drittel der Höhe des Kelchs. So kann man den Wein problemlos im Glas schwenken, ohne Unheil anzurichten. Deshalb muss das Glas auch oben enger werden. Die enge Öffnung sammelt zudem die Aromen an der Stelle, wo wir die Nase ins Glas stecken. Die verschiedenen Weingläser (PDF, 426 KB) Häufige FehlerUngeeignet für den ungetrübten Genuss von Wein sind BecherÂgläser, ihnen fehlt nicht nur der Stiel, sie werden meist auch nach oben hin weiter. Gläser mit Stiel, aber einer weiten Öffnung sollten Sie ebenfalls nicht verwenden. Und wer einen Schaumwein richtig genießen möchte, lässt die Sektschale im Schrank, die Perlen sind im Nu verschwunden und die Aromastoffe mit ihnen. Auch ein SüßÂwein kann sein Potenzial in einer weiten Likörschale nicht zeigen. Pflege und AufbewahrungNicht alle Gläser, die man frisch aus dem Schrank holt, duften neuÂtral, viele riechen oder stinken. Das kann am intensiven Spülmittel liegen, am ungenügenden Nachspülen oder auch an der Umgebung, etwa einem duftenden Schrankpapier oder einem sehr intensiven Holzaroma. Im Schrank müssen die Gläser grundsätzlich aufrecht stehen, sonst beginnt die eingeschlossene Luft muffig zu riechen.
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