…und weil man damit Wünsche erfüllen kann. Auch in Franken leben Kinder und Familien, die die eine oder andere Unterstützung für ihren Alltag gut gebrauchen können.
Mit den Erlösen aus der Benefiz-Aktion möchte die GWF Menschen eine Freude machen – sei es in Form eines langersehnten Musik-Instrumentes, durch die Förderung eines besonderen Projektes oder einfach in finanzieller Form. Unter anderem soll das „Erich-Kästner-Kinderdorf“ in seiner Arbeit unterstützt werden.
Das Erich Kästner Kinderdorf (www.erich-kaestner-kinderdorf.de) versteht sich als Heimat für 46 Kinder und Jugendliche im Alter von 2 – 20 Jahren, die langfristig einen Platz zum Leben benötigen.
Ihre Aufgabe sehen die Mitarbeiter darin, Kindern und Jugendlichen mit leidvoller und schmerzhafter Vergangenheit, eine Chance zum Ankommen, zur Entwicklung, zur Entfaltung und zur selbständigen Lebensbewältigung zu bieten.
Die Familie ist die wichtigste Grundlage der menschlichen Gemeinschaft. Aus dieser Sichtweise heraus leben im Kinderdorf die jungen Menschen und die Mitarbeiter mit ihrer eigenen Familie langfristig in sechs Kinderdorffamilien zusammen. Eingebunden in eine intakte Natur lernen sie, langsam ihren eigenen Weg zu finden, fern vom Leid des Erlebten.
Erich Kästner Bibliothek
Neben der Betreuung bietet das Erich-Kästner Kinderdorf eine weitere Besonderheit.
Frau Luiselotte Enderle, die Lebensgefährtin Erich Kästners, hat das Erich-Kästner Kinderdorf zu ihren Erben eingesetzt. Im Nachlass enthalten war das gesamte Inventar des Hauses Flemingstraße 52 in München, wo Erich Kästner bis zu seinem Tode am 29. Juli 1974 gelebt hat.
Zum Inventar gehörten zahlreiche Dinge, mit denen Erich Kästner und Luiselotte Enderle vor ihrem Tode gelebt und sich liebevoll umgeben hatten. Zum Beispiel Erich Kästners Schreibtisch, seine Brille, seine Schreibmaschine, seine Koffer, sein Hut und vieles, vieles mehr. Außerdem beinahe 10.000 Bücher, die an vielen Stellen mit Notizen Erich Kästners und Widmungen anderer großer Schriftsteller, wie Carl Zuckmayer oder Wolfgang Borchert versehen waren. Auch Einkaufs- und Notizzettel oder kleine Nachrichten, die sich Erich Kästner und Luiselotte Enderle geschrieben hatten, steckten in den Büchern.
Luiselotte Enderle hatte testamentarisch festgehalten, das Erbe solle 'zur Pflege des Namens Erich Kästner und zur geistigen und körperlichen Pflege der Kinder des Kinderdorfes' verwendet werden. Um das kostbare Erbe zusammen zu halten und auch anderen Menschen den Zugang zu ermöglichen, regte das Kinderdorf an, eine alte Tenne in der Steinmühle Oberschwarzach um- und auszubauen. Es wurde eine Bibliothek errichtet, die für Besucher aus aller Welt zugänglich ist. Interessierte können jetzt sowohl wissenschaftlich arbeiten, als auch einfach nur so in den Büchern schmökern. Wer mag, darf sich auch einmal in Kästners Sessel setzen.
Kontakt
Erich Kästner Kinderdorf
Steinmühle
97516 Oberschwarzach
Telefon: 09382 – 6954
Fax: 09382 1832
Email: steinmuehle@erich-kaestner-kinderdorf.de
Internet: www.erich-kaestner-kinderdorf.de
Ansprechpartner
Gunda Fleischhauer
Daniela Huhn
Andrea Pieczyk