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Eine schrecklich
leckere Familie

Jeder kennt ihn, den Burgunder. Geschätzt und weit verbreitet dominieren dessen verwandte Rebsorten die internationale Weinlandschaft wie kaum ein anderer Wein. Wir geben Ihnen einen kleinen Einblick in die große Familie der Burgunder und stellen die bekanntesten Sorten vor.

Mehr, als der Name verrät

Vielleicht das wichtigste vorweg: Den "Burgunder" als solchen gibt es nicht. Vielmehr ist dieser Begriff eine Sammelbezeichnung für mehrere verwandte Rebsorten einer Traubenfamile. Die bei uns wahrscheinlich bekanntesten Rebsorten sind Spätburgunder, Weißer und Grauer Burgunder, die häufig auch als Pinot Noir, Pinot Blanc und Pinot Gris bezeichnet werden. Heute verwenden viele deutsche Winzer diese aus dem Französischen stammenden Bezeichnungen.

Diese drei Rebsorten bilden zugleich auch den „Kern“ der Burgunderfamilie. Weitere Verwandte oder Kreuzungen der aus dem französischen Burgund stammenden Pinot-Familie sind Frühburgunder, Schwarzriesling, Sankt Laurent, Chardonnay und Auxerrois.

Dabei sind alle Sorten, egal ob rot oder weiß, im Sommer während der Wachstumsphase nicht voneinander zu unterscheiden. Erst bei beginnender Färbung der Trauben im August lassen sich die Sortenunterschiede erkennen. 

Spätburgunder Trauben

 

Der Spätburgunder

In Franken erfreut sich der Spätburgunder großer Beliebtheit, weshalb er nach der Domina der am zweithäuftigst angebaute Rotwein ist.

Charakter: Spätburgunderweine schmecken samtig und erdig mit feinen Fruchtaromen von Kirschen, Brombeeren, schwarzer Johannisbeere und Mandeln, die durch den typisch kräftigen Granatrot-Ton untermalt werden. Die höchsten Qualitäten können auch im Barriquefass ausgebaut werden. Dann erhalten die Weine zarte Anklänge von Vanille, Schokolade, Zigarre oder Zedernholz.

Passende Speisen: Mit ihrer vielseitigen und komplexen Struktur sind Spätburgunder ausgezeichnete Speisebegleiter und harmonieren mit vielen Küchen der Welt. Sie passen zu anspruchsvollen Speisen, dunklem Fleisch, Wild und zu asiatischen Gerichten.

Unsere Spätburgunder-empfehlungen

Weißer Burgunder Trauben

 

Der Weiße Burgunder

Der Wein mit vielen Facetten – egal ob als leichter Sommerwein oder kraftvoll ausgebaut, selbst als Auslese zeigt sich der Weiße Burgunder immer von seiner besten Seite. Auch in Franken steht er auf dem aufsteigenden Ast des Rebsorten-Spiegels. Ob das an seiner Ähnlichkeit zum Silvaner liegt?

Charakter und passende Speisen: Damit sind Weiße Burgunder ideale Essensbegleiter für viele Gerichte. Mit ihrem dezenten Aroma, das an Äpfel, Birne, Quitte, Aprikose, Nüsse, Zitrusfrüchte oder frische Ananas erinnert, und einer erfrischenden Säure können sie zu Meeresfrüchten, Fisch, Kalb- und Schweinefleisch und zu Geflügel gereicht werden.

 

Der Graue Burgunder

Er hat viele Namen: Grauer Burgunder, Grauburgunder, Ruländer, Pinot Gris oder Pinot Grigio. Kräftig und mit klar erkennbarer Säure, wird der Graue Burgunder meist trocken ausgebaut.

Charakter und passende Speisen: Mit Duftnoten von Honig, Nüssen und Mandeln und fruchtigen Geschmacksaromen von Äpfeln, Birnen und Aprikosen, manchmal auch würzigen Noten von Paprika, lässt sich ein Grauburgunder gut mit kräftigen Fischgerichten, Meeresfrüchten, aber auch mit Wild kombinieren. 

Empfehlungen für die weißen Burgundersorten

Jahrgang 2017

Stettener Stein

Grauer Burgunder
Kabinett | trocken

 

Der Schwarzriesling

Eine tauberfränkische Spezialität ist der Schwarzriesling, auch Pinot Meunier genannt. 

Charakter: Er besitzt eine Farbe, die zwischen einem intensiven Rubinrot und einem kräftigen Ziegelrot schimmert, sowie ein äußerst fruchtiges Aroma nach Kirsche, Pflaume, rote Beeren, schwarze Johannisbeeren, Himbeeren, Pfeffer, Paprika mit einer Prise Kaffee auf der Zunge hinterlässt.

Passende Speisen: Der Schwarzriesling ist der ideale Begleiter für milden Käse sowie zur traditionellen italienischen Küche, vor allem zu Nudeln. Aber auch bei Fleischgerichten ist er ein richtiger All-arounder. Das fruchtige Aroma erinnert an das ebenso fruchtige Erscheinungsbild des Spätburgunders.

Unsere Empfehlung: Unser Rosé-Jahrgangssekt aus der edition 59- Jahrgangssekt

 

Chardonnay Trauben

 

Der Chardonnay

Chardonnay ist eine der am weitesten verbreiteten Rebsorten der Welt! Und seit 1991 wird dessen Anbau auch in Deutschland und Franken betrieben. Wer ein besonderes Geschmackserlebnis sucht, ist mit dieser Rebsorte bestens bedient!

Charakter: Meist trocken, säurebetont und körperreich wird der Chardonnay beschrieben. Die fruchtigen Noten erinnern meist an Äpfel und Pfirsiche. Typisch sind auch Aromanuancen, die an Nüsse und Mandeln erinnern.

Unsere Chardonnay Empfehlung: Kellermeisterauswahl Chardonnay