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Neues deutsches Weingesetz

Die kompakte Übersicht über neue Qualitätsmerkmale, Lagenregelungen & Bezeichnungen deutscher Weine

 

Lage Lage Lage: Auch im Weinberg wird der Standort in Zukunft eine noch wichtigere Rolle spielen. Durch das neue Weinrecht liegt der Fokus bei der Qualitätsbemessung deutscher Weine ab 2026 mehr auf der Herkunft, als wie bisher auf den Ochslegraden. Mit der Anpassung an die Europäischen Vorgaben zu einem einheitlichen herkunftsbezogenem Qualitätssystem sollen deutsche Weine im internationalen Wettbewerb besser aufgestellt werden und für Kunden soll der Weinkauf einfacher gestaltet sein.

Am Ende ändert sich auf der Flasche für die meisten Kunden nicht viel.
Für alle Fans des vergorenen Genusses haben wir alle Neuerungen im Hintergrund hier zusammengefasst.

 

 

Neue Qualitätsmerkmale deutscher Weine

Seit 1971 wird, vereinfacht gesagt, die Qualität der Trauben anhand des Zuckergehalts (zum Zeitpunkt der Lese) in Grad Oechsle (°Oe) gemessen. Der Oechslegrad ist ein Indikator, wie viel Alkohol später im Wein entstehen kann und ergibt so folgende Qualitätsstufen:

alte-qualitätsstufen-deutscher-weine-gwf

 

Während alle andere Weinbaunationen in Europa bereits lange erfolgreich auf die Faktoren Lage, Boden und Klima setzten, konnte in Deutschland bisher jeder Wein unabhängig seiner Herkunft ein hohes Prädikat erzielen. Mit einer Übergangsfrist bis 2026 ändert sich das jetzt (hin zur einem herkunftsbezogenem Qualitätssystem). Nach dem Prinzip "je kleiner die Herkunft, desto höher die Qualität" passen sich deutsche Weine nun Europäischen Standards an.

 

 

 

Neue Bezeichnungen deutscher Weine

Durch die neuen Herkunfspyramide werden zb. Weine, die aus mehreren Lagen bestehen (zB. Randersackerer Ewig Leben) verschwinden und unter genauerer Lagenbezeichnung erscheinen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, das die meisten Weintrinker durch das neue Weinrecht auch nicht zum Weinexperten werden. Viele Kenner sind dennoch (zurecht) froh, dass die geographischen Einflüsse, die dem Wein seine Qualität verleihen, nun mehr in den Vordergrund rücken. Nicht umsonst sagt man "Weinqualität entsteht im Weinberg, nicht im Keller".