Herkunft und Geschichte des Grauburgunders
Der Grauburgunder, der auch gerne Grauer Burgunder genannt wird, ist eine Mutation aus dem Blauen Spätburgunder (Pinot Noir). Entstanden ist die Rebsorte im französischen Burgund, wo sie als Pinot Gris bekannt wurde. Im 14. Jahrhundert gelangte sie vermutlich nach Franken. 1711 entdeckte der Kaufmann Johann Ruland aus Speyer diese prägnante Traubensorte auf einem stillgelegten Weinberg, vermehrte sie und gab ihr den Namen „Ruländer“. Bis heute ist der Grauburgunder unter dieser Bezeichnung offiziell klassifiziert.
Anbau des Grauen Burgunders in Deutschland
Deutschlandweit werden heute auf 6.400 Hektar Grauburgunder-Trauben produziert. In den Rebflächen der GWF findet sich diese Rebsorte ebenfalls wieder. Beim Anbau setzen unsere Winzerinnen und Winzer auf eine Kombination aus Qualität und über 60 Jahren Erfahrung im Weinbau. Dieses Erfolgsrezept zeigt sich in den regelmäßigen Prämierungen.
Wie schmeckt ein Grauburgunder?
Der Geschmack des Grauburgunders ist beinahe unverwechselbar. Folgende Aromen finden Sie in unseren Tropfen:
- Gelbfruchtige Aromen: Birne, Pfirsich, Ananas, Zitrusfrüchte
- Cremige Noten: Butter, Mandeln
- Würzige und vegetative Töne: grüne Nüsse, Bohnen, Paprika
Je nach Ausbauart verändert sich das Aromen-Profil. Ein Grauer Burgunder aus dem Stahltank zeigt andere Nuancen als einer aus dem Eichenholzfass. Auch zwischen frischen Weinen und gereiften Grauburgundern gibt es deutliche Unterschiede. Letztere entfalten durch lange Reifezeit das volle Potential der Rebsorte. Weine dieser Rebsorte finden Sie auch in unserer Premiumweinlinie 1ER TRAUBE.
Der Grauburgunder als Essensbegleiter
Frische Vertreter dieser Rebsorte sind hervorragende Sommerweine. Weine aus unserer Klassischen Linie passen zu Meeresfrüchten und kräftigem Fisch, aber auch zu Pasta, Lamm oder Wildgeflügel. Wenn der Wein im Holzfass ausgebaut wurde, darf es gerne ein intensiveres Fleischgericht wie Rehbraten sein. Die edelsüßen Varianten harmonieren mit Edelpilzkäse oder Desserts mit Mandeln und Honig. Wichtig: Immer auf etwa 12–14 °C servieren.